Ein Punkt ist aber in der Zukunft gleich der Gegenwart: Roboter bleiben dem Menschen unterstellt. Und dieser gibt durch das Programmieren seine Befehle. Beim Programmieren wird zwischen der Off- und der Online-Variante unterschieden. Eine Kombination aus beiden Möglichkeiten ist ebenfalls denkbar.
Teach-In-Verfahren
Zur Online-Programmierung, die direkt am Roboter erfolgt, gehört unter anderem das Teach-In-Verfahren. Das bedeutet, dass dem Roboter via Steuerung gewisse Bewegungen und Abläufe vorgegeben werden, diese speichert er und fügt die einzelnen Stationen zu einem kompletten Arbeitszyklus zusammen. Diesen Arbeitszyklus kann der Industrieroboter in Folge dessen völlig automatisch durchführen. Geschwindigkeiten und Genauigkeiten müssen vorgegeben werden.
Playback-Verfahren
Ebenfalls zum Online-Verfahren der Programmierung gehört das Playback- Verfahren. Hier ist der Programmierer direkt in Kontakt mit dem Roboter, macht durch Berührung dessen eine gewisse Bewegung und diese wird dann abgespeichert und wiederholt. Beispielsweise wird der Greifarm angefasst und in einem gewissen Winkel gedreht.
Offline Programmierung
Ganz anders ist die Offline-Programmierung. Diese kann sogar dann erfolgen, wenn der Roboter gar nicht in der Nähe ist. Stattdessen wird sie via Rechner gemacht. Der Vorteil: die Arbeit des Roboters muss hierbei nicht einmal unterbrochen werden. Programmiert wird mittels Text, Akustik oder durch elektrische Impulse.
Akustische Programmierung
Die akustische Programmierung erfolgt logischerweise durch die Sprache des Programmierers. Er gibt die nötigen Informationen durch ein Mikrofon an den Industrieroboter weiter. Vorteile hierbei sind eine flexible Position des Technikers und eine leichte Kommunikation im Arbeitsalltag, Nachteilig sind gegebenenfalls Probleme bei der Spracherkennung.
Transformation
Eine überaus wichtige Rolle bei der Programmierung spielt die Transformation. Hierbei werden Positionen und Orientierungshilfen umgewandelt in exakte Koordinaten. Am besten, und damit international verständlich, ist dabei die Roboterweltkoordination.
Kalibrierung
Leider funktioniert die Koordination allgemein nicht immer so genau, wie sie sollte.
Deshalb ist die Roboterkalibrierung ein wichtiger Faktor, der nicht vernachlässigt werden darf. Hierbei wird die oft ungenaue Positionseinstellung von Robotern korrigiert.
Durch gute Kalibriermethoden können die Industrieroboter aber präziser arbeiten und Fehler gibt es kaum mehr. Die Abweichungen sind minimal. Durch Ultraschallsensoren, Laser und weitere Systeme, können Roboter und ihre Tätigkeiten noch genauer unter die Lupe genommen werden und selbst bei anspruchsvollsten Vorgängen genau arbeiten. Die Roboterkalibrierung trägt also wesentlich zur Optimierung von Produktionsabläufen bei.
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