Roboter sind heute längst keine Besonderheit mehr, sie gehören zur Ausstattung industrieller Betriebe ebenso dazu wie die Stechuhr am Eingang. Ein Industrieroboter hat den Zweck, verschiedenste Arbeiten zu erledigen und dadurch für einen geregelten, schnellen und sicheren Produktionsablauf – möglichst ohne Unterbrechungen – zu sorgen. Der Unterschied gegenüber dem menschlichen Arbeiter besteht in Zeitersparnis, höherer Wirtschaftlichkeit und großer Verlässlichkeit, was die technischen Abläufe betrifft.
Der Industrieroboter kommt in erster Linie bei Automobilherstellern zum Einsatz, ebenso in unzähligen anderen Firmen. Der Roboter kann auf verschiedenste Bewegungsabläufe programmiert werden und damit in der Montage oder beispielsweise für das Verarbeiten von Stoffen eingesetzt werden. Das Besondere: Nach der einmaligen Programmierung können die Bewegungsabläufe ohne Begrenzung und immer wieder durchgeführt werden – hier sieht man die beste Voraussetzung für die Massenproduktion.
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Offizielle Definitionen
Gemäß der Definition nach der VDI-Richtlinie 2860 ist ein Industrieroboter ausgestattet mit einem Greifer, der das Erfassen von Gegenständen oder Werkstoffen möglich macht. Individuelle Werkzeuge können integriert werden, um gewisse Produktionen oder Arbeitsvorgänge vorzunehmen. Dadurch sind die Roboter so gut wie in allen Bereichen und Industriezweigen einsetzbar – ohne dass manuell eingegriffen werden muss. Selbst in verschiedene Richtungen und Winkeleinstellungen sind die Roboter programmierbar, manuell gesteuert werden müssen sie anschließend nicht mehr.
Das RIA, Robot Institute of America, definiert den Begriff des Industrieroboters ähnlich. Hier ist die Rede von einem individuellen und frei zu programmierenden Bewegungsprozess, der verschiedene Aufgaben im Betrieb ermöglicht. Hier werden die Bestandteile des Industrieroboters wie folgt beschrieben: Werkzeuge, spezielle Geräte und Instrumente für das Bewegen von Werksmaterialien.
Etwas ausführlicher ist die Definition der JARA, der Japan Robot Association. Sie gliedert das Thema Industrieroboter auf in mehrere Bereiche: einen davon bilden die Playback Robots. Hier wird der Bewegungsablauf vorgegeben (dies geschieht durch einen menschlichen Verantwortlichen) und kann dann beliebig oft von dem Roboter nachgeahmt und wiederholt werden. Er speichert die nötigen Informationen und wendet sie an.
Anders ist dagegen der Variable Sequence Robot. Diese Art von Roboter „erlernt“ Produktionsabläufe und die dafür nötigen Bewegungen besonders schnell, Probleme treten hier nur selten auf.
Ist es beabsichtigt, dass die Bewegungsabläufe stets gleich bleiben, so ist ein Fixed Sequence Robot am besten geeignet. Dieser arbeitet immer nach der gleichen Art und kann so sehr schnelle Produktionsabläufe ermöglichen. Einziger Nachteil: soll ein Bewegungsablauf verändert werden, ist dies etwas umständlicher und zeitaufwändiger.
Wird ein Roboter nicht programmiert, sondern direkt vom Betreiber bedient, so spricht man von einem Manual Manipulator. Dieser ist nicht besonders selbständig, aber sehr zuverlässig.
Ein Roboter, bei dem es scheint, als würde er selbst denken und daher auch seinen Namen hat, ist der Intelligent Robot. Hierbei handelt es sich um die höchst entwickelte Art von Robotern.
Durch Einflüsse von außen und spezielle Sensoren kann dieser Roboter teils selbständig handeln und auch bei Veränderungen im Rahmen seiner Möglichkeiten und der Situation angepasst reagieren.
Ähnlich, jedoch nicht ganz so selbständig ist der Numerical Control Robot. Ihn verbindet mit dem Intelligent Robot, dass Taster und andere Sensoren vorhanden sind, jedoch müssen für die Verarbeitungen der nötigen Daten entsprechende Zahlenkombinationen eingegeben werden.
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